Wissen, was du willst: Der Unterscheid zwischen “Pumpen” und “Training”

Wenn du die magnesiaverstaubte Hantel donnernd wieder in die Ablage fallen läßt, dabei noch ein bißchen mehr von der vergilbten Metalfarbe von den Seiten des stählernen Vierkantrahmens abplatzt und du langsam wieder zu Atmen kommst, was geht dir dann durch den Kopf? Dass du dir immer noch nicht den beißenden Frust über deinen nervenden Chef aus dem schwitzenden Leib rausgepumpt hast und es noch mit ein paar Minuten Rennen auf dem Laufband versuchen wirst? Oder war die letzte Wiederholung nur eine von einer langen Reihe von harten aber geplanten Wiederholungen für dich auf dem Weg zu deinem langersehnten Wettkampf? “Gehts du Pumpen” und legst einfach los oder „gehts du Trainieren“ mit einem Ziel vor Augen?

Wie packst du es an?

Denn es gibt zwei grundlegende Herangehensweisen wie man Kraftsport, und Sport im Allgemeinen, betreiben kann. Entweder man geht ein paar mal die Woche “Pumpen” oder man geht “trainieren”.

Pumpen

Für Pumpem kannst auch gerne Begriffe wie “in´s Studio gehen”, “Auspowern” oder “Sport machen” verwenden. Jedes mal geht es darum, dich zu bewegen und hier und heute einen Effekt zu erzielen: sich auszutoben, Stress abzubauen, ins Schwitzen zukommen, einfach seinen Körper zu spüren oder aus der Puste zu kommen. Pumpen ist Selbstzweck und befriedigt dein Bedürfnis nach Bewegung, Erschöpfung oder Schmerzen. Dabei kann Pumpen immer den gleichen Ablauf haben oder jedes mal aus anderen Übungen bestehen. Hauptsache du erreichst den gewünschten Effekt.

Training

Training dagegen funktioniert anders. Sportler trainieren. Leute die ihre körperliche Leistung steigern wollen, trainieren. Athleten, die weiterkommen wollen, trainieren. Denn Training ist eine körperliche Aktivität, die du ausführst um ein langfristiges Ziel zu erreichen und dreht sich dabei um den Prozess, wie das Ziel erreicht wird, und nicht um eine einzelne Trainingseinheit. Und da dieser Prozess in der Zukunft ein Ergebnis produzieren soll, bedarf es Planung, um diese Ergebnis zu erzielen.

Der kleine aber feine Unterschied

Du kannst jederzeit mit deinen Freunden auf den abgeranzten Bolzplatz um die Ecke gehen und eine Runde Kicken gehen, so lange ihr wollt. Hauptsache ihr habt Spaß. Aber es ist etwas ganz anderes, drei Tage die Woche für zwei bis drei Stunden mit deiner Mannschaft unter Aufsicht eures Trainers Aufbauspiel zu üben, immer wieder in der selben Aufstellung Standartsituationen durchzugehen und Dribble und Turns zu machen bis dir die Beine abfallen.

Das eine ist Pumpen, das andere ist Training (übertragen auf den Kraftsport natürlich). Beim Pumpen geht es darum, dass du dich jetzt gutfühlst (wie immer du das auch definierst). Beim Training willst du ein Ziel erreichen, willst deine Leistung verbessern und weiter kommen. Und ohne einen Plan, Disziplin und Verstand wird das nichts. Dass heißt nicht, dass du ein hochkomplexes Trainingsprogamm, irgendwelche abgefahrenen Methoden zu Laktatbestimmung oder einen Trainer brauchst (obwohl lezteres nie schadet). Es heißt aber, dass du nicht in jeder Einheit das machen sollst, worauf du gerade Lust hast.

Es bedeutet, dass du machst, was auf deinem Plan steht, was dich deinem Ziel näher bringt.

 

Dass setzt natürlich voraus, dass du ein Ziel hast. Über die Nützlichkeit, ja die Notwendigkeit von Zielen habe wir ja schon in diesem Artikel geschrieben. Und wie du dir denken kannst, sind wir bei den Eisenhelden schwer davon überzeugt, dass Training der richtige Weg ist.

Abwechslung muss sein

Natürlich haben wir auch unsere Pump-Tage an denen wir einfach machen, auf was wir Lust haben. Samstags auf den Neckarwiesen in der Stadt die großen Steine aus der Uferbefestigung gezogen und dann mit den Dingern auf dem Buckel um die Wette die Böschung hochgerannt. Oder am Ende der geplanten Trainingseinheit noch „Dips-Challenge“: Wer zuerst von den Holmen fällt hat verloren. Klar darf der Spaß und die Freude nicht zu kurz kommen.

Aber wenn Kraftsport keinen Spaß machen würde, würdest du dir auch nie Ziele setzen, um darin besser zu werden.

Und genau diese Zielsetzung und das dadurch geforderte planvolle Vorgehen machen Training dem reinen Pumpen gegenüber überlegen: Es gibt keine Zweifel, Unsicherheiten oder Ausreden darüber, was du in jeder Trainingseinheit tun musst. Du weißt wann und wie deine Einheit anfängt und wann sie zu Ende ist (eben wenn alle Übungen erledigt sind). Solange du dich auch an bewährte Methoden hälst, kannst du sicher sein, dass du auch wirklich weiter kommst, sei es um mehr Kilos auf der Hantel oder weniger Kilos am Bauch zu haben. Du weißt beim Training auch immer, warum du dich abplagst und Fortschritt und Stillstand sind immer klar erkennbar und nachvollziehbar.

Nimm deinen Fortschritt selbst in die Hand

Überleg dir, was du erreichen willst und schau dich nach einem passenden Plan um. Auf so gutbesuchten Portalen wie Team-Andro oder dem englischsprachigen T-Nation findest du nicht nur fertige Pläne (z.B. die hier) sondern auch jede Menge erfahrene Kraftsportler, die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Oder such dir den stärksten Brocken in deinem Studio raus, warte bis er mit seinem Satz fertig ist und bitte ihn, dir bei einer Übung zu helfen. Meist sind gerade die am gefährlichsten aussehen Kraftsportler die nettesten und hilfsbereitesten. Mit etwas höflichem Respekt kannst du so einen erfahrenen Trainingspartner gewinnen, dessen Erfahrung und Kraft von Unschätzbarem Wert für dein Training sind.

Wenn du dir so ein Ziel gesteckt hast und einen Weg dahin geplant hast, dann gibt es nur noch eins: Machen! Und zwar immer wieder, Stück für Stück, komm Regen oder Schnee. Keine verdammten Ausreden. Und wenn mal die richtige Motivation fehlt, dann schau mal in unser Eisenhelden-Startpaket, da findest du einige Techniken, um im Kopf nicht schlapp zu machen.

 Max

Keine verdammten Ausreden mehr!

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