Der Härte-Test: Bist du ein guter Trainingspartner?

Tipps und Checklisten, wie man den richtigen Trainingspartner findet, gibt’s zu Hauf. Aber hast du schon mal drüber nachgedacht, was du mitbringen musst, um nicht nur ein guter Trainingspartner zu sein, sondern der bestmögliche Trainingspartner, der du nur sein kannst? Hast du vielleicht mal überlegt, dass du dir nicht einfach so jemanden aussuchen und erwarten kannst, das derjenige dein Training unterstützt und dir hilft weiter zu kommen, sondern dass du dir diese Art der Unterstützung verdienen musst? … Dann finde heraus, ob du das Zeug dazu hast!

Trainingspartner

Stelle dir selbst die folgenden Fragen und antworte dir ehrlich und aufrichtig:

Bist du da, wenn´s drauf ankommt?

Einfache Frage: Bist du pünktlich und zuverlässig? Jeder von uns hat nur begrenzt Zeit und nichts davon zu verschwenden. Stell dir also vor, du stehst vor deiner Muckibude, heiß aufs Training, motiviert, bereit – und 15 Minuten nach der vereinbarten Zeit ist dein Trainingspartner immer noch nicht da.

Zum Kotzen ist das.

Oder du und dein Partner habt vereinbart, die nächsten 12 Wochen zusammen drei Mal die Woche zusammen Eisen zu stemmen, vielleicht sogar in Vorbereitung auf einen kleinen Wettkampf. Oder ihr habt euch beide ein bestimmtes Ziel in Sachen Kraft gesetzt.

Wenn dein Partner dann jede Woche wieder was anderes vorhat und immer ne neue verdammte Ausrede sülzt, sich Trainingseinheiten dauernd verschieben oder er ganz absagt, wie fändest du das? Mit so jemanden kannst du vielleicht einen saufen gehen, aber zum erfolgsorientierten Training taugt der nicht.

Also mach es richtig, halte dein Wort und sei zur vereinbarten Zeit am Eisen.

Nimmst du die Sache ernst?

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind auch schon ein erster guter Hinweis auf die Einstellung, die du zum Training mitbringst: Damit zeigst du, dass du es ernst meinst und dir das Training am Herzen liegt.

Aber diese Tugenden reichen allein nicht aus, um stark zu werden.

Wenn du gerne mal im Studio nen Satz weglässt oder eine Scheibe weniger auflegst, damit es nicht so anstrengend ist, zeigst du genauso wenig Respekt für dein Training und das deines Partners, als wie wenn du gar nicht erst auftauchst. Letzteres ist wahrscheinlich noch das kleinere Übel.

Wenigstens läufst du so nicht Gefahr, deinen Partner mit deiner Faulheit anzustecken.

Zur richtigen Einstellung gehört meines Erachtens auch, zwischen den Sätzen auch mal die Klappe halten zu können und nicht ewig den neuesten Kinofilm zu preisen oder Weibergeschichten auszutauschen und am Ende viel zu lange Pausen zu machen (Labern könnt ihr davor oder danach immer noch so lange ihr wollt). Und es gehört auch dazu, sich bei jedem Satz anzustrengen, sich an den gemeinsamen Trainingsplan zu halten, nicht rum zu schwächeln und motiviert zu sein.

Sei deinem Trainingspartner ein Vorbild und zieh ihn mit deiner vorbildlichen Einstellung mit, wenn er mal nen Durchhänger hat. Er wird dasselbe für dich tun, wenn deine Motivation mal unten ist.

Wenn du es wirklich ernst meinst mit dem Krafttraining, dann musst du dich in Sachen Krafttraining immer weiter bilden, mehr lernen um besser zu verstehen. Und dieses Wissen kannst du an deinen Trainingspartner weitergeben, seine Meinung dazu einholen, von ihm Neues lernen und zusammen ausprobieren, was die besten Erfolge bringt.

Nutze die Gelegenheit, zusammen mit einem Gleichgesinnten besser zu werden und gegenseitig voneinander zu lernen.

Hast du dasselbe Ziel im Blick?

Mit der Motivation und der Einstellung ist es wesentlich einfacher, wenn beide ähnliche, im besten Fall sogar gleiche Ziele haben. Klar kann ein erfahrener Athlet einem Anfänger jede Menge beibringen und umgekehrt von dessen ungetrübtem Enthusiasmus profitieren.

Aber du wirst mit deinem Trainingspartner nie so gut zusammenarbeiten, wie wenn ihr das gleiche Ziel verfolgt und zu Beginn ein ungefähr gleiches Leistungsniveau aufweist.

Und dazu gehört auch, dass sich euer Trainingsplan wenn nicht gleicht, dann wenigstens so stark wie möglich ähnelt. Denn z.B. montags bei den Kniebeugen ist geteiltes Leid nur halbes Leid, wenn ihr beide schwere Gewichte auflegt und beide in der selben Spanne von Wiederholungen arbeitet. Wenn du dauernd deine Extrawurst bei der Übungswahl und der Satz- und Wiederholungsstruktur haben musst, dann läuft euer kleines Team nicht rund.

Also rede vorher mit deinem Trainingspartner, gleiche deine Ziele mit seinen ab und dann bleib dabei.

Kannst du die Wahrheit vertragen?

Ein weitere Eigenschaft, die eine gute Teamarbeit ermöglicht, ist knallharte Ehrlichkeit. Zum einen Ehrlichkeit deinem Trainingspartner gegenüber: Vielleicht fällt es dir schwer, ihn (vor allem ungefragt) zu kritisieren und z.B. auf Fehler in der Übungsausführung aufmerksam zu machen. Oder er legt weniger Gewicht als nötig auf und du lässt es ihm unkommentiert durchgehen, weil du keine Lust auf Konfrontation hast und nichts sagen willst.

Aber das musst du machen, denn sonst hat er ja keine Ahnung, dass was falsch läuft bzw. er denkt, dass sein Verhalten OK ist.

Aber vielleicht fällt es dir auch leicht, jederzeit und überall lauthals deine Meinung rauszuposaunen und die Fehler deines Trainingspartners bloßzustellen. Aber dann bist du bei dem zweiten Aspekt der Ehrlichkeit, der Ehrlichkeit dir selbst gegenüber: Du musst dich fragen, ob deine Kritik wirklich angebracht ist und vor allem, ob sie noch konstruktiv ist. Denn es geht schließlich nicht darum, deinen Trainingspartner lächerlich zu machen, sondern ihm zu helfen, ihn besser zu machen.

Sei für deinen Trainingspartner ein Coach, der immer ein Auge auf seine Leistung hat und nimm im Gegenzug seine Ratschläge und Hinweise ernst, damit ihr beide besser werden könnt.

Kämpfst du immer darum, besser zu sein?

Meines Erachtens ist es deine verdammte Pflicht, dass du dich immer darum bemühst, besser zu sein als dein Trainingspartner (Was „besser“ genau bedeutet hängt von euren Zielen ab und kann von Trainingsteam zu Trainingsteam unterschiedlich sein).

Der Grund ist einfach: Du musst deinem Trainingspartner helfen, besser zu werden.

Und das geht nur, wenn ihr euch gegenseitig immer wieder überbietet und zu Höchstleistungen anstachelt. Mach euer Training deshalb zu einem stetigen Wettkampf. Sporn deinen Trainingspartner an, fordere ihn heraus, messe dich mit ihm, setz immer noch eins oben drauf.

Das heißt nicht, dass du ihn anfeinden sollst. Hier geht es viel mehr darum, aus einem Partner, der dir vertraut (vielleicht sogar einem Freund), das Beste heraus zu holen.

Du kennst doch das Sprichwort: “Konkurrenz belebt das Geschäft“. Und etwas freundschaftlicher Wettstreit hat noch keinem geschadet. Und dabei haben ein paar Frotzeleien und lustige und kreative Beleidigungen schon immer dazu beigetragen, die Stimmung hoch und den Ehrgeiz am Laufen zu halten. Falls du diesbezüglich ein wenig Inspiration brauchst, gibt es hier ein paar schöne Sticheleien, die du immer gut zum Einsatz bringen kannst.

Also lass euer Training nicht stagnieren, gib dich nicht mit einem erreichten Leistungsniveau zufrieden, sondern fordere dich und deinen Partner immer wieder aufs Neue.

Behandle andere so,
wie du behandelt werden möchtest.

Du kannst viel von deinem Trainingspartner erwarten. Aber dann musst du auch viel geben, sonst bringt das Ganze weder dich noch deinen Partner weiter.

Was hast du dir also auf die obigen Fragen geantwortet?
Bist du ein guter Trainingspartner?

Hau rein,
Max.

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