Übertraining – warum manchmal weniger mehr ist

“Viel hilft viel”. Das ist die Maxime vieler Athleten. Gerade in unserem Bereich, dem Kraftsport ein oft gehörter, geglaubter und weit verbreiteter Irrglaube. Viel zu oft steht das “wie viel” im Mittelpunkt des Trainings. Dabei werden die Wichtigkeit und der Sinn der Erholungsphase außer Acht gelassen. Gerade in der Erholungsphase finden wichtige Anpassungen im Körper wie z.B. das Muskelwachstum statt. Im Training wird der Reiz gesetzt, in der Erholung wächst der Muskel.

Das Prinzip “Viel hilft viel” birgt das Risiko, das der Athlet in seinem Trainingsfortschritt stagniert und in das Übertraining fällt. In diesem Artikel möchte ich dich, für das Thema sensibilisieren und dir die Merkmale, die Signale für ein Übertraining näher bringen. Wir Eisenhelden wollen wachsen, das bedeutet aber auch, geduldig zu sein und auf die Signale des Körpers zu achten.

Generelle Begriffserklärung
Übertraining bedeutet das Nachlassen deiner sportlichen Leistungsfähigkeit, trotz fortlaufendem Training. Deine Leistungsfähigkeit verbessert sich nicht oder stagniert.

Ursachen für das Übertraining

In das Übertraining kommst du, wenn du deinem Körper nicht die entsprechende Zeit lässt, um sich von den Reizen, der Anstrengung des Krafttrainings zu erholen. Wenn du immer weiter pusht, ohne dir die entsprechende Pause zu gönnen, kommst du in ein Leistungstief. In das Tief trainierst du dich immer weiter hinein. Du pushst und pushst und drehst dich somit im Kreist. Nichts passiert, dein Fortschritt stagniert.
Dazu können noch Gründe wie Stress auf der Arbeit, Ärger mit der Freundin, exzessiver Lebensstil etc. kommen. Du willst immer mehr, deinen Frust abbauen, jeden Tag pusht du und verlierst dich im Training. Training ist Kopfsache. Denken gehört dazu.

Gründe für das Übertraining

Es gibt nicht den einen Grund für das Übertraining. Wie eben beschrieben sind es oft viele Faktoren, die zusammen kommen. Genauso wenig wie diese Faktoren bei jedem von uns gleich sind. Faktoren und Ursachen sind bei jedem Kraftsportler sehr unterschiedlich. Generell gilt und das ist der Sinn des Artikels: Achte auf deinen Körper. Höre darauf was er dir sagen möchte. Oft erkennen wir es, wenn es zu spät ist.

Gründe und Ursachen für ein Übertraining kommen aus folgenden Bereichen zusammen:

Training

  • zu wenige Regenerationspausen
  • zu hohe Trainingsintensität
  • zu hohes Trainingsvolumen
  • zu hohe Trainingsbelastung

Sozial

  • zwischenmenschliche Probleme
  • finanzielle Probleme
  • unrealistische Zielsetzung

Lebensweise

  • falsche Ernährung
  • zu viel Alkohol, Nikotin und Koffein
  • Schlafdefizit

Übertraining erkennen

Nachdem du jetzt die Hintergründe, die Faktoren und die Umstände kennst, verstehst du schon mehr wie und woher das Übertraining kommt. In der folgenden Liste habe ich dir ein paar weitere Punkte zusammengefasst, die dein Empfinden stärken sollen.

  • Mattigkeit
  • schwache Trainingsleistung
  • Reizbarkeit
  • schwaches Immunsystem
  • Schlafstörung
  • Muskelkater (über dem Normalen)
  • Gelenk- und Gliederschmerzen

Vermeide Stress im Alltag, leg eine Trainingspause ein. Versuche abzuschalten. Regeneriere dich. Wenn du wieder fit bist, kannst du wieder ans Eisen. Aber erst wenn du wieder fit bist. Denk an den Kreislauf. Sei clever. Es geht darum, dass du das perfekte Mittelmaß zwischen deinem Training und der Erholung findest. Dann klappt auch der Muskelaufbau.

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir, zu verstehen, dass es nicht nur um die Tonnen an Eisen geht die du bewegst, sondern auch darum, das du deinem Körper die Zeit gibst sich zu erholen. Das ist das A und O, neben der richtigen Ernährung und der richtigen Einstellung für deinen Erfolg.

Daniel

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